23.5.2012 - Gerald Hörhan: "Investmentpunk"

Gerald Hörhan, Buchautor, Investmentbanker und selbsternannter „Investmentpunk“, präsentiert seine Thesen zum "richtigen" Investieren

Im Sommersemester ist es dem Finance Club Graz gelungen Gerald Hörhan, den bekannten Buchautor, Investmentbanker und selbsternannten „Investmentpunk“ an die Universität Graz zu holen. Als Jugendlicher holte Gerald Hörhan bei der internationalen Mathematik-Olympiade eine Silbermedaille. Später schloss er ein Harvard-Studium in angewandter Mathematik und Betriebswirtschaft mit “Magna Cum Laude” ab, arbeitete für McKinsey & Co (Frankfurt) und sammelte bei JP Morgan (New York) Wallstreet-Erfahrung. Jetzt ist er Eigentümer und Vorstand eines international tätigen Corporate Finance Unternehmens und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in Investment Banking, Corporate Finance, Private Equity und Alternative Investments. Hörhan vertritt sehr offensiv die Position, dass die Mittelschicht der größte Verlierer der wirtschaftlichen Entwicklung sei. Arbeitnehmer mit mittleren Einkünften würden zum Konsum aufgefordert werden, der durch Schulden finanziert wird. Diese Entwicklung werde in Österreich und in Deutschland aus den Vereinigten Staaten übernommen und hat seiner Meinung zur Finanzkrise ab 2007 geführt.

Der bewusst provokante Stil Hörhans spiegelt seine Überzeugung wider, die Bevölkerung müsse wachgerüttelt werden. Der Staat sorge für keine ausreichende ökonomische Bildung. Besonders junge Menschen in Europa würden durch das Finanzsystem zum einen stark benachteiligt und andererseits nicht befähigt, selbstständig Vermögen aufzubauen