10.11.2016: European Banking Study 2016 by zeb

Letzten Donnerstag durften wir zeb, Branchenführer im Bereich Strategie- und Managementberatung für Finanzdienstleister in Europa, bei uns begrüßen und spannende Einblicke in die zukünftige Entwicklung von Banken gewinnen. Nach einer kurzen Einführung von Mag. Judith Böß und Informationen zum Unternehmen erklärte Senior Manager Dr. Frank Mrusek den Aufbau der European Banking Study mithilfe vieler quantitativer Daten und Auswertungen im Detail. Die umfassende Analyse, die die 50 größten europäischen Institute und deren Kennzahlen genauer untersucht, fokussierte sich vor allem auf zwei Aspekte: die niedrigen Zinsen und die kommenden Regulierungen. Sowohl das aktuelle Niedrigzinsumfeld als auch die geplanten Regulierungen wie MiFID II oder Basel 4 bringen die Geschäftsmodelle der Banken stark unter Druck. Um trotzdem rentabel zu bleiben, werden viele europäische Banken in Zukunft Einsparungen vornehmen und die Rentabilität sowie die Eigenkapitalquote steigern müssen. Da das unter Umständen schwierig sein kann, werden manche Banken unrentable Geschäftsbereiche abstoßen müssen und manche Institute werden dem Druck insgesamt nicht standhalten können – es gibt in manchen Regionen einfach zu viele Banken um in diesem Umfeld profitabel wirtschaften zu können. Besonders der Bereich des Investments-Bankings könnte stark unter den Auswirkungen der Regulierungen leiden und im schlimmsten Fall könnten dies dazu führen, dass das europäische Investment-Banking ausstirbt. Positive Ausblicke gibt es hingegen für einzelne Bankinstitute, vor allem skandinavische Banken schneiden in der Banking-Study überdurchschnittlich ab. Insgesamt blicken die Banken Europas jedoch düsteren Zeiten entgegen. Nach dem spannenden Vortrag wurde beim Buffet noch die eine oder andere Frage beantwortet und über die Zukunft der Banken allgemein diskutiert.